Alpenüberquerung: Von Garmisch bis Sterzing
Sieben Tage, sechs Täler, unzählige Eindrücke – diese Alpenüberquerung führt dich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern bis ins charmante Sterzing in Südtirol. Du wanderst durch tiefe Wälder, über sanfte Almen, entlang stiller Seen und durch dramatische Felslandschaften – begleitet von täglichem Gepäcktransport, komfortablen Unterkünften und ausreichend Zeit zum Staunen.
Fazit: Die Alpen zu Fuß – intensiv, eindrucksvoll, unvergesslich
Diese Reise ist mehr als eine Wanderung – sie ist eine Erfahrung, die bleibt. Jeden Tag ein neues Tal, neue Ausblicke, neue Stimmungen. Wer die Alpen auf diese Weise überquert, entdeckt nicht nur grandiose Natur, sondern auch die eigene Ruhe, Stärke und Freude am Gehen.
Tag 1: Garmisch-Partenkirchen – Leutasch
Am Parkplatz des Eisstadions in Garmisch treffen wir uns am Morgen, bevor wir zu Fuß zum nahen Skistadion und der Eckbauerbahn spazieren – unserem eigentlichen Startpunkt. Die ersten Höhenmeter führen uns gemütlich in Richtung des kleinen Kirchdorfs Wamberg, das malerisch eingebettet im Wettersteingebirge liegt. Wer mag, kürzt den Anstieg mit der Eckbauerbahn ab.
Wir wandern durch schattige Wälder, vorbei am tiefblauen Ferchensee, und genießen die Stille des Weges. Am Gasthof Ederkanzel überqueren wir die Grenze nach Tirol – ein besonderer Moment. Der Abstieg bringt uns zur Geisterklamm, von wo aus wir per Bustransfer unsere Unterkunft in Leutasch-Weidach erreichen.
Gehzeit: 5 Std. | Strecke: 16,3 km
Aufstieg: 672 hm | Abstieg: 369 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 2: Leutasch – Seefeld – Innsbruck – Götzens
Wir starten den Tag mit einem Anstieg auf den Katzenkopf. Umgeben von Wetterstein, Mieminger Bergen und Karwendel nähern wir uns gemächlich dem eleganten Ort Seefeld. Die kurze Tagesetappe lässt Raum für Pausen – und für eine herrliche Zugfahrt: Von Seefeld rollen wir durch alpine Landschaft hinunter nach Innsbruck.
Dort bleibt Zeit für einen Bummel durch die Altstadt – vorbei am Goldenen Dachl – bevor uns der Linienbus in unser Quartier nach Götzens oder Axams bringt.
Gehzeit: 3–4 Std. | Strecke: 9,7 km
Aufstieg: 300 hm | Abstieg: 210 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 3: Axamer Lizum – Kalkkögel – Stubaital
Am dritten Tag erwartet uns eine beeindruckende Felslandschaft: die Kalkkögel – auch bekannt als die „Nordtiroler Dolomiten“. Von der Axamer Lizum oder der Bergstation des Birgitzköpfl-Lifts aus beginnt unsere Wanderung durch diese spektakuläre Kulisse. Der Höhenweg auf der Stubaitaler Seite ist atemberaubend schön und führt uns bis zur urigen Pfarrachalm – ein idealer Ort zum Rasten.
Von dort steigen wir ins Stubaital ab, wo uns ein Bus in unser Quartier bringt.
Gehzeit: ca. 4,5 Std. | Strecke: 10,5 km
Aufstieg: 450 hm | Abstieg: 1080 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 4: Mieders – Steinach
Heute wechseln wir vom belebten Stubaital ins stille Gschnitztal. Die ersten Meter erleichtern wir uns mit der Bahn. Der Weg führt uns über sanfte Höhen hinweg in eine ganz andere Welt. Während im Stubaital moderne Hotels und Seilbahnen das Bild prägen, zeigt sich das Gschnitztal schlicht und ursprünglich. Das Dorf Steinach liegt malerisch, geprägt von seiner rätoromanischen Geschichte und ruhigen Atmosphäre.
Ein angenehmer Wandertag mit viel Weitblick – perfekt zum Durchatmen.
Gehzeit: 5,5 Std. | Strecke: 14 km
Aufstieg: 800 hm | Abstieg: 1100 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 5: Steinach – Obernberg am Brenner
Diese Etappe zählt zu den spektakulärsten der Tour – sowohl landschaftlich als auch konditionell. Fast 1000 Höhenmeter gilt es zu überwinden, bevor wir am Eggerjoch einen fantastischen Ausblick über die vergletscherten Zillertaler Alpen, die Tribulaun-Gruppe und das tief eingeschnittene Obernbergtal genießen.
Unterwegs lädt die Trunahütte zu einer wohlverdienten Rast ein, und am Lichtsee, einem stillen Naturjuwel, gönnen wir uns eine Pause. Schließlich führt uns der Pfad hinab ins abgeschiedene Obernberg – ein Ort, der wirkt, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Ein Bustransfer bringt uns zurück nach Steinach, wo wir eine weitere Nacht verbringen.
Gehzeit: 7 Std. | Strecke: 16 km
Aufstieg: 990 hm | Abstieg: 840 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 6: Steinach – Gossensass
Am sechsten Tag überqueren wir den Alpenhauptkamm – nicht in karger Felslandschaft, sondern eingebettet in üppigem Grün. Die Aussicht auf die Zillertaler Alpen ist überwältigend, und der Gedanke, dass hier einst Schmuggler ihre geheimen Pfade nahmen, begleitet uns auf dem Weg.
Der Abstieg nach Gossensass ist länger, als er scheint, aber von großer Schönheit – besonders im oberen Abschnitt, wo sich Almwiesen und Felsflanken abwechseln.
Gehzeit: 6,5 Std. | Strecke: 15,7 km
Aufstieg: 820 hm | Abstieg: 1100 hm
Verpflegung: Halbpension | Unterkunft: Hotel mit Gepäcktransport
Tag 7: Gossensass – Sterzing
Zum Finale dieser Reise steigen wir noch einmal auf – etwa 800 Höhenmeter trennen uns von der Bergstation der Rosskopf-Seilbahn. Der Weg führt durch einen stillen Bergwald, und bei einer Einkehr auf der Vallmingalm stoßen wir auf unsere Alpenüberquerung an. Wer mag, gönnt sich ein „Zirbala“, bevor das letzte Stück zur Seilbahn vielleicht noch ein wenig Schweiß fordert.
Ob wir direkt mit der Gondel nach Sterzing hinabschweben oder noch zum Gipfel aufsteigen – am Ende erwartet uns das charmante Südtiroler Städtchen mit seinen bunten Fassaden und einem Hauch Dolce Vita.
Gehzeit: je nach Variante | Strecke: 8,1 km
Aufstieg: ca. 800 hm | Abstieg: per Seilbahn
Heimfahrt gegen Mittag, bitte um Beachtung, das es in den Sommermonaten Staubedingt zu Verzögerungen kommen kann!