Über das Höllental zur Zugspitze mit dem Filmteam vom BR
Eine Tour, die eine gute körperliche Ausdauer, alpine Erfahrung und die richtige Ausrüstung erfordert
Wir waren gemeinsam mit Martin Breitkopf vom BR im Höllental unterwegs und haben uns direkt am Gletscher ein Bild der aktuellen Situation gemacht.
Der Andrang im Höllental zur Zugspitze nimmt weiter zu: Besonders am Übergang vom Gletscher in den Klettersteig bilden sich regelmäßig lange Warteschlangen. Teilweise müssen Bergsteiger dort mehr als zwei Stunden ausharren. Gleichzeitig zeigt sich immer häufiger, dass viele Alpinisten die Tour unterschätzen – sowohl körperlich als auch technisch.
Die Bergwacht Grainau verzeichnet bereits jetzt außergewöhnlich viele Einsätze und steuert 2025 auf ein Rekordjahr zu. Die Ursachen ähneln sich oft: mangelnde Vorbereitung, fehlende Kondition und ungeeignete Ausrüstung.
Immer wieder geraten Menschen in Schwierigkeiten, weil sie die Risiken von Eisfeldern, Gletscherspalten und absturzgefährdeten Passagen falsch einschätzen.
Vor Ort zeigt sich ein teils bedenkliches Bild: Einige sind lediglich mit Turnschuhen oder einfachen Minispikes unterwegs – obwohl die Route alpine Erfahrung und passende Sicherheitsausrüstung erfordert.
Besonders soziale Netzwerke wie Instagram oder YouTube vermitteln häufig den Eindruck, die Tour sei problemlos machbar. Die Realität am Berg sieht jedoch oft anders aus.
Gerade unerfahrene oder junge Bergsteiger geraten unterwegs an ihre Grenzen. Nicht wenige berichten nach ihrer ersten Tour durchs Höllental, dass sie die Schwierigkeit des Aufstiegs deutlich unterschätzt haben.
Bilder & Videos © Bayerischer Rundfunk






